Fechtschule 2020

Tremonia Fechten lädt zur Fechtschule!

Vom 04. bis zum 06. September 2020 findet auf Burg Husen die Fechtschule statt. Wir packen das Wochenende randvoll mit Seminaren rund ums historische Fechten für Interessierte und Könner. Registriert euch! Die Tremonia Fechtschule 2020 ist ausgebucht, aber ihr könnt euch für die Warteliste registrieren für den Fall, dass jemand seine Teilnahme storniert.

Wo?

Burg HusenBurg Husen, Syburger Dorfstraße 135, 44265 Dortmund. φ = 51° 25′ 9″ N, λ = 7° 30′ 22″ E. Auf dem Gelände der Burg kann gezeltet werden. Bei zu schlechtem Wetter finden die Workshops und Turniere in einer Turnhalle statt.

Wann?

Von Freitag, dem 04.09.2020 ab 17 Uhr bis Sonntag, den 06.09.2020.

Wieviel?

Der Kostenbeitrag für Frühbucher incl. Übernachtung im eigenen Zelt und Verpflegung (ohne Getränke) beträgt 80 Euro pro Person. Wer schnell ist, kann vielleicht noch für insgesamt 100 Euro pro Person einen Übernachtungsplatz in der Burg ergattern. Euer Platz ist euch sicher, sobald das Geld auf dem Konto des Schatzmeisters eingegangen ist. Die Kontoverbindung schicken wir euch nach der Prüfung eurer Anmeldung. Die Frühbucherermäßigung ist bis zum 30. Juni 2020 verfügbar. Registriert euch! Die Tremonia Fechtschule 2020 ist ausgebucht, aber ihr könnt euch für die Warteliste registrieren für den Fall, dass jemand seine Teilnahme storniert.

Was?

Minderjährige ab 16 können nur unter Aufsicht eines Erziehungsberechtigten an der Fechtschule teilnehmen. Die Teilnahme an den Turnieren oder an den Schnitttests ist erst ab 18 Jahren gestattet. Für das Turnier mit Stahlwaffen ist folgende Ausrüstung vorgeschrieben:

  • FIE-Maske mit Hinterkopfschutz,
  • Halsschutz,
  • fürs historische Fechten geeignete Jacke,
  • Tiefschutz,
  • Knie- und Schienbeinschützer,
  • Unterarm- und Ellenbogenschützer,
  • fürs historische Fechten geeignete Handschuhe,
  • ein Stahlschwert nach den Empfehlungen des DDHF.

Für das Turnier mit Kunststoffwaffen kann auf Knie-, Schienbein-, Unterarm- und Ellenbogenschützer verzichtet werden. Kunststoffwaffen können vor Ort geliehen werden. Mit eurem Einverständnis werden die Turnierergebnisse des Stahl-Langschwertturniers an den DDHF und an HEMA Ratings weitergegeben (mit Einfluss auf eure Wertung), sowie die Ergebnisse des Kunststoffwaffen-Turniers an HEMA Ratings (ohne Einfluss auf eure Wertung). Es gelten unsere Turnierregeln.

Freitag
17:00 Anmeldung, Lageraufbau
18:15 Begrüßung der Teilnehmer, danach:
Vortrag über didaktische Prinzipien von Maarten van der Auwera (Sumus Soldani), danach:
Lagerfeuer und Abendessen

 

Samstag
09:00 Frühstück
10:00 Sammeln, Ankündigungen
10:30 Ringen A1 Tobias Zimmermann (Fechtboden Zimmermann): »Die Kreusslersche Stoßfechtkunst in flüchtig und fest«, Teil 1 Amelie Eilken (Hammaborg): »Und der Fechtboden gehört dir!«, Teil 1
12:30 Mittagessen
14:00 Ringen B Einhändiges B Zweihändiges B
16:00 Fechtschule (Turnier) mit freier Kunststoffwaffenwahl freies Training, Schnitttests
18:00 Vortrag, danach:
großes Grillen

 

Sonntag
09:00 Frühstück
10:00 Sammeln, Ankündigungen
10:30 Ringen A2 Tobias Zimmermann (Fechtboden Zimmermann): »Die Kreusslersche Stoßfechtkunst in flüchtig und fest«, Teil 2 Amelie Eilken (Hammaborg): »Und der Fechtboden gehört dir!«, Teil 2
12:30 Essenspause
13:30 Fechtschule (Turnier) mit dem langen Schwert aus Stahl freies Training

 

Wer?

Die Fechtschule wird von Tremonia Fechten veranstaltet.

Dozenten

Maarten van der Auwera (Sumus Soldani): Didaktische Prinzipien zur Verbesserung des Lernens und des Lehrens des historischen Fechtens

Maarten van der AuweraIch bin Maarten, einer der Trainer bei Sumus Soldani. Ich betreibe historisches Fechten seit etwa fünf Jahren und habe seitdem einige Turniere gewonnen. Vor allem beschäftige ich mich mit dem langen Schwert, mag aber auch Schwert und Buckler. Außer historischem Fechten habe ich Unterrichtsstudien an der Hochschule durchgeführt und wenn ich unterrichte, versuche ich meine daraus gewonnenen Erkenntnisse aufs historische Fechten anzuwenden.

Mein Vortrag wird von den sieben didaktischen Prinzipien handeln, denen dein Unterricht so weit wie möglich entsprechen sollte. Er ist nicht waffenspezifisch, so dass die meisten davon profitieren können. Ich werde darüber sprechen, wie man diese Prinzipien nutzen kann, sowohl als Trainer wie auch als Fechtschüler. Wenn du dich dafür interessierst, wie du ein besserer Lehrer oder Schüler wirst, komm zu diesem Vortrag.

Amelie Eilken (Hammaborg): Und der Fechtboden gehört dir! (Meyer Langschwert)

Amelie EilkenSicheres Treffen im Fechten, das geht nur mit Kooperation des Gegners – auch der schönste Hau kann durch eine unpassende Gegenaktion zum Doppeltreffer werden. Da in einem Gefecht die direkte Kommunikation der eigenen Wünsche nicht erfolgsversprechend ist, erreicht man diese unfreiwillige Kooperation des Gegners durch das eigene Fechten und Ausnutzung zweier großer Motivatoren: nicht getroffen werden wollen und treffen wollen. In diesem Workshop wollen wir uns dieses Konzept genauer anschauen – natürlich am Beispiel vieler Handarbeiten und Stücke aus Meyers Fechtkunst. Der erste Teil des Workshops wird sich primär mit Treffern, der zweite Teil mit Reizern beschäftigen.

Tobias Zimmermann (Fechtboden Zimmermann): Die Kreusslersche Stoßfechtkunst in flüchtig und fest

Tobias ZimmermannDie Kreussler-Familie, beginnend mit Wilhelm Kreusslers Lehrtätigkeit in Jena ca. 1620, hatte einen nachhaltigen Einfluss auf die Fechtkunst im deutschsprachigen Raum. Beginnend in der Zeit des Rapiers hatte sie Bestand bis ins frühe 20. Jh. und lieferte abgesehen von ihrer direkten Anwendung noch ein theoretisches Fundament für Säbel und teilweise sogar Bajonett.

Im Workshop werden wir uns mit zwei der grundlegenden Begrifflichkeiten dieser Schule befassen, nämlich »flüchtig« und »fest«, also das Arbeiten weg von der Klinge und an der Klinge des Gegners.

Vorkenntnisse: Nicht erforderlich.

Ausrüstung: Hofdegensimulator/italienisches Florett/französisches Florett (Leihwaffen in begrenzter Zahl vorhanden), Maske, Handschuhe

Tobias ist Trainingsleiter des Fechtbodens Zimmermann in München. Mit dem Fechten in verschiedenen Formen befasst er sich jetzt seit etwa 16 Jahren, heutzutage schwerpunktmäßig mit der Fechtkunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Er ist Prévôt d’Armes der Akademie der Fechtkunst Deutschlands, hat eine Lehrerlaubnis für die italienische Duellkunst »La Superba« sowie den traditionellen »Bastone Genovese« aus Genua, und ist Europavertreter des »Haitian Machete Fencing Project«, das sich der Verbreitung der traditionell haitianischen Kampfkunst »Tire Machèt« widmet. Außerdem mag er Katzen. :-)

Hä?

Auch eure bisher unbeantworteten Fragen zur Fechtschule richtet ihr am besten an die Zeremonienmeisterin unter fechtschule@tremonia-fechten.de.