Tremonia Fechten

Historische deutsche Kampfkünste

Willkommen

… bei Tremonia Fechten. Wir trainieren historisches Fechten in Dortmund nach den erhalten gebliebenen deutschen Quellen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dabei rekonstruieren wir die überlieferten Techniken und trainieren diese als eine moderne Kampfkunst. Im Vordergrund steht für uns, diese alte Tradition zu wahren und als neuzeitlichen Sport zu betreiben. Dabei üben wir keinen Schaukampf oder Ähnliches aus, sondern möglichst authentische Kampfkunst.

Prolog

dortmund

Im Jahre des Herrn 1152 stellte Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, dem Kölner Erzbischof Arnold II. von Wied eine Urkunde aus, in der er löblich eine Stadt mit „in burgo Tremonia“ erwähnte. Gemeint war das einstige Throtmanni und heutige Dortmund, was fortan im Mittelalter Tremonia, die „Dreimauernstadt“ genannt wurde.

meyer

Vielleicht fand sich zu dieser Zeit auch eine Fechtschule in Tremonia, die das deutsche Fechten der damaligen Zeit lehrte. Dabei war mit Fechtkunst jeglicher kunstvolle Kampf gemeint, ob mit dem Schwert oder mit den bloßen Händen. Diese Fechtkunst wurde im 14. Jahrhundert von Johannes Liechtenauer systematisiert. Er begründete die so genannte deutsche Schule, einen äußerst effektiven Fechtstil. Seine Schüler, die späteren Meister, führten seine Tradition im 15. und 16. Jahrhundert fort. Nicht abwegig wäre, dass ein Fechtmeister in Tremonia genau diese Kunst an wohlhabende Bürger der Stadt vermittelte. So konnten diese sich nicht nur effektiv gegen Überfälle und in Kriegszeiten behaupten, sondern auch in den damals üblichen gerichtlichen Zweikämpfen.

„Junger Ritter, lern Gott zu lieben und die Damen zu ehren, so vergrößert sich deine Ehre. Üb Ritterlehre und erlern die Kunst, die dich schmückt und dir im Kampf ehrenvoll schmeichelt. Halt gut mit Ringen, verwende geschickt Lanze, Speer, Schwert und Messer, die in anderen Händen nutzlos sind. Schlag zu und greif an, stürm heran, triff oder lass geschehen. So werden dich die Weisen beneiden, die man lobpreisen sieht“

Meister Johannes Liechtenauer, 14. Jahrhundert